Sumatriptan: Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen
Sumatriptan gehört zur Gruppe der Triptane und hilft bei Migräneattacken, indem es erweiterte Blutgefäße im Gehirn verengt und die Schmerzauslösung hemmt. Es lindert starke Kopfschmerzen sowie Begleitsymptome wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit.
Wirkungsweise
Sumatriptan verengt die während eines Migräneanfalls geweiteten Blutgefäße der Gehirnhaut und hemmt die Ausschüttung schmerzauslösender Botenstoffe. So werden Migräneschmerzen und Begleitsymptome wie Übelkeit gelindert.
Anwendung
Die Einnahme erfolgt zu Beginn der Migräneattacke. Tabletten werden oral eingenommen, Nasenspray und Injektion ermöglichen eine schnelle Wirkung. Es darf nur eine Dosis pro Migräneanfall genommen werden, mindestens zwei Stunden Abstand zu weiteren Dosen.
Häufige Nebenwirkungen
- Schwindel, Benommenheit
- Schläfrigkeit, Müdigkeit
- Gesichtsröte (Flush)
- Übelkeit, Erbrechen
- Muskel- und Schweregefühl
- vorübergehender Blutdruckanstieg
- Atemnot (Dyspnoe)
Selten können ernste Nebenwirkungen wie Herzbeschwerden, Sehstörungen oder neurologische Symptome auftreten. Bei Auftreten solcher Symptome Sofortkontakt zu einem Arzt.
Kontraindikationen
- Herzinfarkt, Angina pectoris oder koronare Vasospasmen
- Schwere oder unkontrollierte Hypertonie
- Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA)
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Gleichzeitige Einnahme mit Ergotamin oder anderen Triptanen
- Kombination mit bestimmten Antidepressiva und MAO-Hemmern
Wichtige Hinweise
Medikamentenübergebrauch kann chronische Kopfschmerzen auslösen. Sumatriptan ist kein Präventionsmittel, sondern zur Behandlung akuter Migräne gedacht. Bei häufiger Anwendung ärztliche Beratung einholen.