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Vitamin D – das Sonnenvitamin für Knochen & Immunsystem

Geprüft vom apo-versand Apotheker-Team · Zertifizierte Apotheke seit 1979 · Aktualisiert Mai 2026

Vitamin D auf einen Blick

Wofür? Wichtig für Knochen, Zähne, Muskeln, das Immunsystem und die Calcium-Aufnahme.

Wie viel? Etwa 800 I.E. pro Tag (DGE), wenn keine Bildung über die Sonne möglich ist.

Woher? Der Körper bildet es selbst über Sonnenlicht – im Winter wird es oft knapp.

Für wen sinnvoll? Vor allem in Herbst/Winter sowie für ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit wenig Sonnenkontakt.

Vitamin D nimmt eine Sonderrolle ein: Anders als andere Vitamine kann der Körper es mithilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. Streng genommen ist es ein Hormon. Sobald UV-B-Strahlung auf die Haut trifft, bildet der Körper das fettlösliche Vitamin D3, das im Fettgewebe gespeichert wird – so reicht der Vorrat auch für kurze, dunkle Wintertage. Genau dann wird es allerdings oft knapp.

Eine gute Vitamin-D-Versorgung unterstützt den Körper an mehreren Stellen:

  • Normale Aufnahme von Calcium
  • Erhaltung normaler Knochen
  • Erhaltung normaler Zähne
  • Normale Muskelfunktion
  • Normale Funktion des Immunsystems
  • Funktion bei der Zellteilung

Wie viel Sonne braucht der Körper?

Die Bildung von Vitamin D geht erstaunlich schnell: Laut Robert Koch-Institut bildet der Körper rund 80 bis 90 % des Bedarfs selbst über die Haut – die Ernährung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Es reicht meist, von März bis Oktober zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz in die Sonne zu halten. Dabei genügt etwa die Hälfte der Zeit, nach der ein Sonnenbrand droht – je nach Hauttyp zwischen fünf Minuten und einer halben Stunde. Den überschüssigen Vorrat speichert der Körper für den Winter. Einen kleinen Beitrag leistet die Ernährung, vor allem fetter Fisch wie Lachs oder Hering, in geringeren Mengen auch Eigelb und Milchprodukte.

Wichtig: Übertreib es nicht mit der Sonne – gerade im Sommer droht schnell ein Sonnenbrand, den du unbedingt vermeiden solltest. Mehr Sonne bedeutet nicht mehr Vitamin D, sondern nur mehr Hautschäden.

Warum ein Mangel so häufig ist

Unsere moderne Lebensweise spielt dem Sonnenvitamin oft entgegen: Wer im Büro arbeitet, mit der Bahn fährt und das Wochenende drinnen verbringt, gibt dem Körper kaum Gelegenheit, Vitamin D zu bilden. Dazu kommen Sonnenschutz und bedeckende Kleidung, die – sinnvollerweise – UV-Strahlung abhalten. Besonders gefährdet sind:

  • Ältere Menschen (die Eigenproduktion lässt mit dem Alter nach)
  • Säuglinge und Kleinkinder
  • Schwangere und Stillende
  • Längerfristig bettlägerige Menschen
  • Dunkelhäutige Menschen in nördlichen Breiten (sie brauchen deutlich mehr Sonne)

Gut zu wissen: Babys erhalten in den ersten Lebensmonaten Vitamin D auf Rezept, um Rachitis (Knochenerweichung durch Calciummangel) vorzubeugen.

Vitamin-D-Mangel: Diese Anzeichen solltest du kennen

Ein Mangel entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt. Mögliche Anzeichen:

  • Energie: anhaltende Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
  • Knochen & Muskeln: Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe
  • Immunsystem: häufige Infekte und Erkältungen
  • Psyche: Stimmungstiefs, Reizbarkeit
  • Haut & Haare: brüchige Nägel, Haarausfall

Klarheit schafft ein Bluttest: Da die Beschwerden vielfältig sind, lässt sich ein Mangel am sichersten mit einem einfachen Bluttest beim Arzt feststellen. So lassen sich auch andere Ursachen ausschließen.

Vitamin D oder Vitamin D3 – was ist der Unterschied?

„Vitamin D" ist der Oberbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, vor allem Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Vitamin D3 ist die wichtigste und am besten verwertbare Form – sie bildet der Körper selbst über die Sonne und sie steckt in den meisten Präparaten. Wenn du „Vitamin D3" auf der Packung liest, hast du also genau die Form, die dein Körper optimal nutzen kann.

Tropfen, Tablette oder Kapsel? Die Formen im Überblick

Vitamin D gibt es in vielen Varianten und Dosierungen (meist zwischen 400 und mehreren Tausend I.E.):

Tabletten & KapselnIdeal für die regelmäßige tägliche Einnahme, geschmacksneutral und gut dosierbar.
TropfenDas Vitamin ist in Öl gelöst und wird gut aufgenommen – flexibel dosierbar, ideal bei Schluckbeschwerden, für Kinder und ältere Menschen.
Depot-PräparateHochdosiert und für den Wochenbedarf – praktisch, weil seltener einzunehmen.
Kautabletten für KinderFür alle, die sich mit dem Schlucken von Tabletten schwertun.
Kombi mit Vitamin K2Vitamin D und K2 ergänzen sich – eine beliebte Kombination für die Knochengesundheit.

Tipp zur Einheit: Vitamin D wird in Mikrogramm (µg) oder Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben – dabei gilt: 1 µg = 40 I.E. Die empfohlenen 20 µg pro Tag entsprechen also 800 I.E.

Richtige Dosierung – und wann zu viel schädlich wird

Über die Sonne kann man kein Vitamin D überdosieren – der Körper reguliert das selbst. Bei Präparaten ist jedoch Vorsicht geboten, denn Vitamin D ist fettlöslich und reichert sich im Körper an. Eine zu hohe Einnahme über längere Zeit kann den Calciumspiegel zu stark erhöhen und zu Übelkeit, Bauchkrämpfen, Erbrechen bis hin zu Nierenschäden führen.

Klare Empfehlung des BfR: Wer Nahrungsergänzungsmittel nimmt, sollte die Tagesdosis auf maximal 20 µg (800 I.E.) beschränken. Alles darüber gehört nur unter ärztliche Kontrolle. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest von Ende 2025 zeigte: Viele frei verkäufliche Präparate sind deutlich zu hoch dosiert – einige so stark, dass bei dauerhafter Einnahme Nierenschäden drohen.

Der Grund für das Problem: Für frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel gibt es bislang keine verbindliche Höchstmenge. Wer sichergehen will, greift zu einem in der Apotheke als Arzneimittel zugelassenen Präparat und lässt sich zur passenden Dosierung beraten. Vor einer dauerhaften Einnahme ist es sinnvoll, den Vitamin-D-Spiegel ärztlich bestimmen zu lassen – am besten nicht am Winterende, da die Speicher dann leer und die Werte wenig aussagekräftig sind.

Häufige Fragen zu Vitamin D

Wofür braucht der Körper Vitamin D?
Vitamin D trägt zur normalen Aufnahme von Calcium, zur Erhaltung normaler Knochen, Zähne und Muskelfunktion sowie zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Außerdem hat es eine Funktion bei der Zellteilung.
Wie viel Vitamin D braucht man pro Tag?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene etwa 800 I.E. Vitamin D täglich, wenn keine ausreichende Bildung über die Sonne möglich ist. Bei einem diagnostizierten Mangel kann vorübergehend eine höhere Dosierung sinnvoll sein – diese sollte ärztlich abgestimmt werden.
Wie entsteht ein Vitamin-D-Mangel?
Der Körper bildet Vitamin D mithilfe von UV-B-Strahlung selbst. In Herbst und Winter reicht die Sonne in unseren Breiten oft nicht aus. Auch viel Aufenthalt in Innenräumen, bedeckende Kleidung und eine vitamin-D-arme Ernährung können zu einem Mangel führen.
Welche Symptome deuten auf einen Vitamin-D-Mangel hin?
Mögliche Anzeichen sind anhaltende Müdigkeit, Muskel- und Knochenschmerzen, häufige Infekte, Stimmungstiefs sowie brüchige Nägel und Haarausfall. Da sich ein Mangel schleichend entwickelt, schafft ein einfacher Bluttest beim Arzt Klarheit.
Was ist der Unterschied zwischen Vitamin D und Vitamin D3?
Vitamin D ist der Oberbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine. Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist die für den Menschen wichtigste und am besten verwertbare Form – sie bildet der Körper auch selbst über die Sonne und steckt in den meisten Präparaten.
Kann man Vitamin D überdosieren?
Bei normaler Dosierung ist Vitamin D gut verträglich. Sehr hohe Mengen über längere Zeit können jedoch den Calciumspiegel im Blut zu stark erhöhen und zu Übelkeit, Müdigkeit oder im Extremfall Nierenproblemen führen. Halte dich an die Dosierungsangaben und lass den Spiegel im Zweifel ärztlich kontrollieren.
Wann sollte man Vitamin D einnehmen – morgens oder abends?
Der Zeitpunkt ist weniger entscheidend als die Regelmäßigkeit. Da Vitamin D fettlöslich ist, wird es am besten zu einer Mahlzeit mit etwas Fett eingenommen. Viele nehmen es morgens zum Frühstück, weil sie es so nicht vergessen.
Sollte man Vitamin D im Sommer absetzen?
Wer sich im Sommer regelmäßig in der Sonne aufhält, bildet meist genug Vitamin D selbst, sodass eine Ergänzung oft nicht nötig ist. Im Herbst und Winter sinkt die Eigenproduktion in unseren Breiten stark. Ob und wie viel du ergänzen solltest, klärst du am besten anhand deines Blutwerts mit dem Arzt.
Warum wird Vitamin D oft mit Vitamin K2 kombiniert?
Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium, und Vitamin K2 unterstützt den Einbau des Calciums in die Knochen. Beide ergänzen sich daher gut, weshalb es viele Kombinationspräparate gibt.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Die Aussagen zu Vitamin D basieren auf den zugelassenen Health Claims der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und Bewegung im Freien. Lass einen vermuteten Mangel ärztlich abklären.

E-Rezept wird eingelöst

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