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Calcium: Der Mineralstoff für starke Knochen, Zähne & Muskeln

Calcium: Der Mineralstoff für starke Knochen, Zähne & Muskeln

Gesundheits-Ratgeber · Geprüft vom Apotheker-Team · Lesezeit ca. 4 Min.

Das Wichtigste in Kürze

Wofür? Calcium hält Knochen und Zähne stabil und ist wichtig für Blut, Nerven und Muskeln.

Wie viel? Erwachsene rund 1000 mg pro Tag, Kinder und Jugendliche im Wachstum bis zu 1200 mg.

Wichtig: Ohne Vitamin D3 kann der Körper Calcium nicht richtig aufnehmen – beide gehören zusammen.

Für wen? Vor allem ältere Menschen, Schwangere, Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz.

Calcium ist weit mehr als nur ein Baustein für gesunde Zähne. Unser Körper braucht den Mineralstoff auch für die Knochen, das Blut und die Zellen. Hier erfährst du, wofür Calcium so wichtig ist, woran du einen Mangel erkennst und wie du deinen Bedarf am besten deckst.

Wofür braucht der Körper Calcium?

Fast das gesamte Calcium im Körper – nahezu 100 % – steckt in Knochen und Zähnen und macht sie stabil und robust. Doch der Mineralstoff kann noch mehr: Er spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und bei der Reizübertragung in Nerven und Muskeln.

Erwachsene sollten täglich rund 1000 mg Calcium aufnehmen. Kinder und Jugendliche brauchen im Wachstum sogar bis zu 1200 mg pro Tag. Da der Körper Calcium nicht selbst herstellt, muss es über die Nahrung oder Ergänzungsmittel kommen.

Calciummangel: Diese Anzeichen solltest du kennen

Bekommt der Körper über längere Zeit zu wenig Calcium – etwa durch unausgewogene Ernährung, Laktoseintoleranz oder eine Magen-Darm-Erkrankung – greift er auf die Reserven in den Knochen zurück. Diese werden dadurch dünner und instabiler. Mögliche frühe Anzeichen:

Muskelkrämpfe
Trockene, juckende Haut und brüchige Nägel
Haarausfall
Karies und brüchige Zähne
Im Alter: Knochenschwund (Osteoporose)

Gut zu wissen: Brüchige Knochen können auch andere Ursachen haben, etwa hormonelle Veränderungen nach den Wechseljahren oder eine Schilddrüsenerkrankung. Lass einen vermuteten Mangel daher immer ärztlich abklären.

Osteoporose: Wenn die Knochen brüchig werden

Enthält die Nahrung dauerhaft zu wenig Calcium, baut der Körper das Mineral aus Knochen und Zähnen ab. Die Knochen werden brüchiger – diese Erkrankung nennt man Osteoporose. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Frauen häufiger als Männer und schlanke Personen eher als kräftige. Die Knochen brechen leichter und die Beweglichkeit nimmt ab.

Calcium & Vitamin D3 – das unschlagbare Team

Bevor der Körper Calcium aufnehmen kann, braucht er einen entscheidenden Mitspieler: Vitamin D3. Ohne das „Sonnenvitamin" kann Calcium nicht richtig verwertet werden. Vitamin D nehmen wir über die Nahrung auf und bilden es mithilfe von Sonnenlicht selbst. Da viele Berufstätige zu selten an die frische Luft kommen, sind Kombipräparate mit Calcium und Vitamin D3 oft sinnvoll – erst zusammen entfalten die beiden ihre volle Kraft.

Welche Lebensmittel liefern viel Calcium?

Die besten Calciumquellen sind Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse – der Körper kann das Calcium daraus besonders gut aufnehmen. Auch grünes Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Spinat und Mangold sowie calciumreiches Mineralwasser sind gute Lieferanten.

Für Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz wird es schwieriger, den Bedarf allein über die Ernährung zu decken. Hier – und bei bereits bestehendem Mangel – sind höher dosierte Ergänzungsmittel eine gute Wahl, weil sich die Dosis genau an den Bedarf anpassen lässt.

Tablette, Brause oder Kautablette? Die Formen im Überblick

Calcium gibt es in vielen Varianten – wähle die, die am besten zu deinem Alltag passt:

Tabletten & KombipräparateOft mit Vitamin D3 kombiniert, gut dosierbar – meist zwischen 650 und 850 mg Calcium.
Depot-PräparateHochdosiert und geben das Calcium über mehrere Stunden verteilt frei.
KautablettenHochdosiert und in angenehmen Geschmacksrichtungen – ideal ohne Wasser.
BrausetablettenIn Wasser gelöst schnell aufgenommen, oft mit angenehmem Orangengeschmack.

Wichtig: Nimm Calcium nicht unkontrolliert hochdosiert ein und vermeide eine Überdosierung. Wenn du einen Mangel vermutest, lass dich von deinem Arzt oder unseren Apotheker:innen zur passenden Dosierung beraten.

Häufige Fragen zu Calcium

Wofür braucht der Körper Calcium?
Calcium ist der wichtigste Baustein für Knochen und Zähne – fast das gesamte Calcium des Körpers ist dort gespeichert. Außerdem ist es an der Blutgerinnung sowie an der Reizübertragung in Nerven und Muskeln beteiligt.
Wie viel Calcium braucht man pro Tag?
Erwachsene benötigen rund 1000 mg täglich. Kinder und Jugendliche brauchen im Wachstum mehr – bis zu etwa 1200 mg pro Tag. Der Bedarf wird ausschließlich über die Nahrung oder Ergänzungsmittel gedeckt.
Welche Symptome deuten auf einen Calciummangel hin?
Mögliche Anzeichen sind Muskelkrämpfe, trockene oder juckende Haut, brüchige Nägel, Haarausfall und Karies. Bei langanhaltendem Mangel baut der Körper Knochenmasse ab, was im Alter zu Osteoporose führen kann. Eine ärztliche Abklärung schafft Klarheit.
Warum braucht Calcium Vitamin D3?
Ohne Vitamin D kann der Körper Calcium aus der Nahrung nicht richtig aufnehmen und verwerten. Erst zusammen entfalten die beiden ihre volle Wirkung – deshalb gibt es viele Kombipräparate mit Calcium und Vitamin D3.
Welche Lebensmittel enthalten viel Calcium?
Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse sind die besten Calciumquellen. Auch grünes Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl und Spinat sowie calciumreiches Mineralwasser liefern Calcium. Für Veganer und Menschen mit Laktoseintoleranz sind Ergänzungsmittel eine gute Alternative.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Calciummangel?
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Frauen nach den Wechseljahren, Schwangere und Stillende, Kleinkinder im Wachstum sowie Menschen mit Laktoseintoleranz, veganer Ernährung oder Magen-Darm-Erkrankungen.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Bei Verdacht auf einen Mangel wende dich an deinen Arzt oder lass dich von unseren Apotheker:innen beraten.

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