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Verschreibungspflichtig

Zopiclon

Kurzzeit-Schlafmittel bei schweren Schlafstörungen

Zopiclon gehört zu den Z-Substanzen und wird zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Das Medikament verkürzt die Einschlafzeit und reduziert nächtliches Erwachen für einen erholsameren Schlaf.

⚠️ Wichtig: Zopiclon kann abhängig machen. Maximale Anwendungsdauer: 4 Wochen einschließlich Ausschleichen.

Schnelle Wirkung

Wirkt innerhalb von 30-60 Minuten nach der Einnahme

7,5mg Standard

Übliche Dosis für Erwachsene, bei Älteren oft 3,75mg

Z-Substanz

Moderne Alternative zu Benzodiazepinen

ZOPICLON PUREN 3,75 mg Filmtabletten
14,15 €*
0,71 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 15237191
LUNIVIA 1 mg Filmtabletten
23,34 €*
0,78 €/St - Inhalt: 30 St
Inhalt: 30 St
PZN: 16626960
ZOPICLON-1A Pharma 3,75 mg Filmtabletten
14,15 €*
0,71 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 04344110
ZOPICLODURA 7,5 mg Filmtabletten
15,24 €*
0,76 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 01215487
LUNIVIA 1 mg Filmtabletten
18,93 €*
0,95 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 16626954
ZOPICLON-CT 3,75 mg Filmtabletten
14,14 €*
0,71 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 00604821
ZOPICLON-ratiopharm 7,5 mg Filmtabletten
15,26 €*
0,76 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 00574600
ZOPICLON AL 7,5 Filmtabletten
13,52 €*
1,35 €/St - Inhalt: 10 St
Inhalt: 10 St
PZN: 01332508
LUNIVIA 2 mg Filmtabletten
19,34 €*
0,97 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 16627008
LUNIVIA 3 mg Filmtabletten
27,63 €*
0,92 €/St - Inhalt: 30 St
Inhalt: 30 St
PZN: 16627066
LUNIVIA 2 mg Filmtabletten
23,93 €*
0,80 €/St - Inhalt: 30 St
Inhalt: 30 St
PZN: 16627014
LUNIVIA 3 mg Filmtabletten
20,44 €*
1,02 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 16627043
ZOPICLON-CT 7,5 mg Filmtabletten
15,26 €*
0,76 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 00599089
ZOPICLON PUREN 7,5 mg Filmtabletten
15,26 €*
0,76 €/St - Inhalt: 20 St
Inhalt: 20 St
PZN: 15237222

Zopiclon: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Medizinisch geprüft

Nach aktuellen schlafmedizinischen Leitlinien

Stand: September 2025

Zopiclon ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel aus der Gruppe der Z-Substanzen zur Kurzzeitbehandlung schwerer Schlafstörungen. Es verkürzt die Einschlafzeit und reduziert nächtliches Erwachen für maximal 4 Wochen.

Wirkstoffgruppe und Mechanismus:

  • Gehört zu den Cyclopyrrolonen (Z-Substanzen)
  • Wirkt am GABA-A-Rezeptor im Gehirn
  • Verstärkt die beruhigende GABA-Wirkung
  • Chemisch anders als Benzodiazepine

Anwendungsgebiete:

  • Ein- und Durchschlafstörungen: Bei schweren Fällen
  • Kurzzeittherapie: Maximal 2-4 Wochen
  • Situative Schlafstörungen: Stress, Schichtarbeit
  • Präoperative Medikation: Zur Beruhigung

Verfügbare Präparate in Deutschland:

  • Zopiclon-ratiopharm
  • Zopiclon AL
  • Zopiclon HEXAL
  • Zopiclon-neuraxpharm
  • Generika verschiedener Hersteller
⚠️ Abhängigkeitspotential:

Zopiclon kann bereits nach wenigen Wochen zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen. Strenge Indikationsstellung erforderlich!

Zopiclon wirkt nach 30-60 Minuten, die maximale Wirkung tritt nach 1,5-2 Stunden ein. Die Halbwertszeit beträgt 5-6 Stunden, sodass die Wirkung etwa 7-8 Stunden anhält - ideal für eine Nacht.

Pharmakokinetik im Detail:

  • Wirkungseintritt: 30-60 Minuten
  • Maximale Plasmaspiegel: Nach 1,5-2 Stunden
  • Halbwertszeit: 5-6 Stunden (bei Älteren länger)
  • Wirkdauer: 7-8 Stunden
  • Vollständige Elimination: Nach 24-48 Stunden

Faktoren die die Wirkung beeinflussen:

  • Nüchterne Einnahme: Schnellerer Wirkungseintritt
  • Fettreiche Mahlzeit: Verzögerte Aufnahme
  • Alter: Bei über 65-Jährigen längere Wirkung
  • Leberfunktion: Verlängerte Halbwertszeit bei Störungen

Optimale Einnahme:

  • Direkt vor dem Schlafengehen
  • Mindestens 7-8 Stunden Schlafzeit einplanen
  • Nicht während der Nacht nachdosieren
  • Mit Wasser, nicht mit Alkohol
Die Standarddosis für Erwachsene beträgt 7,5 mg direkt vor dem Schlafengehen. Ältere Patienten über 65 Jahre und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion erhalten 3,75 mg. Die Maximaldosis von 7,5 mg darf nicht überschritten werden.

💊 Dosierungsschema nach Patientengruppe:

Erwachsene (18-65 Jahre):

  • Standarddosis: 7,5 mg
  • Bei Bedarf: Beginn mit 3,75 mg möglich
  • Maximaldosis: 7,5 mg/Tag

Ältere Patienten (>65 Jahre):

  • Anfangsdosis: 3,75 mg
  • Nur bei Bedarf auf 7,5 mg erhöhen
  • Vorsicht: Erhöhte Sturzgefahr

Leberfunktionsstörung:

  • Leicht: 3,75 mg
  • Mittel: 3,75 mg mit Vorsicht
  • Schwer: Kontraindiziert

Behandlungsdauer:

  • Maximal 4 Wochen inkl. Ausschleichphase
  • Möglichst kurz: 2-5 Tage bei akuter Insomnie
  • 2-3 Wochen bei chronischen Störungen
  • Intermittierende Therapie bevorzugen

Ausschleichen wichtig:

  • Woche 1-2: Volle Dosis
  • Woche 3: Dosis halbieren
  • Woche 4: Jeden 2. Tag
  • Dann absetzen
Wichtig: Niemals abrupt absetzen! Rebound-Insomnie und Entzugssymptome möglich.
Zopiclon und Zolpidem sind beide Z-Substanzen, aber Zopiclon wirkt länger (5-6 Std. vs. 2-3 Std. Halbwertszeit) und hilft besser bei Durchschlafstörungen. Zolpidem eignet sich mehr für reine Einschlafprobleme.
Eigenschaft Zopiclon Zolpidem
Halbwertszeit 5-6 Stunden 2-3 Stunden
Beste Wirkung bei Ein- und Durchschlafstörungen Einschlafstörungen
Standarddosis 7,5 mg 10 mg
Metallgeschmack Häufig (30%) Sehr selten
Hangover-Effekt Möglich Seltener
Verfügbarkeit DE Gut (viele Generika) Eingeschränkt

Wann welches Mittel?

  • Zopiclon bevorzugen bei:
    • Durchschlafstörungen
    • Frühmorgendlichem Erwachen
    • Wenn 7-8 Std. Schlafzeit möglich
  • Zolpidem bevorzugen bei:
    • Reinen Einschlafstörungen
    • Kurzer Schlafzeit (<7 Std.)
    • Vermeidung von Hangover
Die häufigste Nebenwirkung ist ein bitterer Metallgeschmack im Mund (30% der Patienten). Weitere häufige Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Tagesmüdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen.

Sehr häufig (>10%):

  • Geschmacksstörungen: Bitterer/metallischer Geschmack

Häufig (1-10%):

  • Mundtrockenheit
  • Tagesmüdigkeit/Hangover
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Gedächtnisstörungen (anterograde Amnesie)
  • Halluzinationen (besonders bei Älteren)
  • Verwirrtheit
  • Reizbarkeit
  • Libidoveränderungen
  • Hautausschlag

Selten aber ernst:

  • Abhängigkeit (bei Langzeitgebrauch)
  • Schlafwandeln
  • Nächtliches Essen ohne Erinnerung
  • Fahren im Schlaf
  • Atemdepression (bei Überdosis)

Tipps gegen Metallgeschmack:

  • Zuckerfreie Bonbons lutschen
  • Zähne putzen nach Einnahme
  • Pfefferminztee trinken
  • Mit Arzt über Alternative sprechen
Nein! Die Kombination von Zopiclon und Alkohol ist gefährlich und strikt zu vermeiden. Beide Substanzen verstärken sich gegenseitig und können zu lebensgefährlicher Atemdepression, Bewusstlosigkeit und schweren Nebenwirkungen führen.
⚠️ LEBENSGEFAHR:

Alkohol + Zopiclon kann zu Atemstillstand und Tod führen! Bereits kleine Mengen Alkohol sind gefährlich.

Gefährliche Wechselwirkungen:

  • Verstärkte Sedierung bis Koma
  • Atemdepression/Atemstillstand
  • Massiver Blutdruckabfall
  • Totale anterograde Amnesie (Blackout)
  • Paradoxe Reaktionen (Aggression)
  • Erhöhte Unfallgefahr

Zeitabstände beachten:

  • Nach Alkoholkonsum: Mindestens 12 Std. warten
  • Nach Zopiclon: 24 Std. kein Alkohol
  • Bei regelmäßigem Gebrauch: Kompletter Verzicht

Auch kleine Mengen vermeiden:

  • Kein "Gläschen Wein" zum Essen
  • Keine alkoholhaltigen Medikamente
  • Vorsicht bei Pralinen mit Alkohol
  • Mundspülungen ohne Alkohol verwenden
Zopiclon kann bereits nach 2-4 Wochen täglicher Einnahme zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen. Das Risiko steigt mit höherer Dosis, längerer Anwendung und bei Patienten mit Suchtvorgeschichte.

Zeitlicher Verlauf der Abhängigkeitsentwicklung:

  • 1-2 Wochen: Gewöhnung, nachlassende Wirkung
  • 2-4 Wochen: Toleranzentwicklung, Dosissteigerung nötig
  • 4-8 Wochen: Körperliche Abhängigkeit etabliert
  • >8 Wochen: Starke Abhängigkeit, schwerer Entzug

Warnsignale einer Abhängigkeit:

  • Wirkung lässt nach (Toleranz)
  • Dosis muss erhöht werden
  • Angst vor dem Absetzen
  • Schlaflosigkeit ohne Medikament
  • Tageszeitliche Einnahme
  • Beschaffung über mehrere Ärzte

Entzugssymptome beim Absetzen:

  • Rebound-Insomnie (verstärkte Schlaflosigkeit)
  • Angst und innere Unruhe
  • Zittern, Schwitzen
  • Muskelschmerzen
  • Krampfanfälle (bei abruptem Absetzen)

Prävention:

  • Strikt auf 4 Wochen begrenzen
  • Niedrigste wirksame Dosis
  • Einnahmepausen einlegen
  • Alternative Schlafhilfen nutzen
  • Langsam ausschleichen
Wichtig: Bei Verdacht auf Abhängigkeit sofort ärztliche Hilfe suchen. Niemals eigenständig abrupt absetzen!
Nein! Nach der Einnahme von Zopiclon darf mindestens 8-10 Stunden nicht Auto gefahren werden. Auch am nächsten Morgen kann die Fahrtüchtigkeit noch beeinträchtigt sein (Hangover-Effekt). Bei Polizeikontrollen drohen Führerscheinentzug und Strafen.

Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit:

  • Verlängerte Reaktionszeit
  • Eingeschränkte Aufmerksamkeit
  • Schläfrigkeit/Sekundenschlaf
  • Schwindel und Benommenheit
  • Doppelbilder/verschwommenes Sehen
  • Beeinträchtigte Koordination

Zeitliche Einschränkungen:

  • Nach Einnahme: Absolutes Fahrverbot
  • Nächster Morgen: Frühestens nach 8-10 Std.
  • Bei Hangover: Weiter warten
  • Erste Einnahmen: 24 Std. Pause

Rechtliche Konsequenzen:

  • Fahren unter Medikamenteneinfluss = Straftat
  • Führerscheinentzug möglich
  • Geldstrafe oder Freiheitsstrafe
  • Bei Unfall: Versicherung zahlt nicht
  • MPU kann angeordnet werden

Empfehlungen:

  • Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • Fahrdienste organisieren
  • Mit Arzt über Alternativen sprechen
  • Medikamentenpass mitführen
Zopiclon muss langsam ausgeschlichen werden, niemals abrupt absetzen! Die Dosis wird schrittweise über 1-4 Wochen reduziert. Bei längerer Einnahme oder hohen Dosen sollte das Absetzen ärztlich begleitet werden.

Ausschleichschema bei 4-wöchiger Einnahme:

  • Woche 1: Dosis um 25% reduzieren (7,5mg → 5,6mg)
  • Woche 2: Dosis um weitere 25% reduzieren (→ 3,75mg)
  • Woche 3: Jeden 2. Tag einnehmen
  • Woche 4: Jeden 3. Tag, dann stoppen

Bei längerer Einnahme (>4 Wochen):

  • Sehr langsame Reduktion über Wochen/Monate
  • 10% Dosisreduktion alle 1-2 Wochen
  • Ärztliche Begleitung essentiell
  • Evtl. Umstellung auf Diazepam

Unterstützende Maßnahmen:

  • Schlafhygiene: Feste Schlafzeiten, dunkles Zimmer
  • Entspannungstechniken: Progressive Muskelrelaxation
  • Bewegung: Sport am Tag, nicht abends
  • Ernährung: Kein Koffein nach 14 Uhr
  • Alternative Mittel: Baldrian, Passionsblume

Bei Entzugssymptomen:

  • Nicht in Panik geraten - vorübergehend
  • Reduktion verlangsamen
  • Arzt kontaktieren
  • Keine Selbstmedikation
Nein, Zopiclon sollte in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Es kann zu Fehlbildungen, Frühgeburt und Entzugssymptomen beim Neugeborenen führen. Bei ungeplanter Schwangerschaft sofort absetzen und Arzt informieren.

Risiken nach Trimester:

  • 1. Trimester: Erhöhtes Fehlbildungsrisiko (Lippen-Kiefer-Gaumenspalte)
  • 2. Trimester: Wachstumsverzögerung möglich
  • 3. Trimester: Atemdepression und Entzug beim Neugeborenen

Auswirkungen auf das Baby:

  • "Floppy-Infant-Syndrom" (schlaffe Muskulatur)
  • Atemprobleme nach Geburt
  • Trinkschwäche
  • Entzugssymptome (Zittern, Unruhe)
  • Niedriges Geburtsgewicht

Stillzeit:

  • Zopiclon geht in Muttermilch über
  • Baby wird sediert
  • Abstillen oder Medikament absetzen
  • Pumpen und Verwerfen keine Option

Alternativen in der Schwangerschaft:

  • Schlafhygiene-Maßnahmen
  • Entspannungstechniken
  • Psychotherapie bei Schlafstörungen
  • Akupunktur
  • Bei absoluter Notwendigkeit: Diphenhydramin
Wichtig: Bei ungeplanter Schwangerschaft unter Zopiclon sofort Frauenarzt kontaktieren!
Alternativen zu Zopiclon sind andere Z-Substanzen (Zolpidem), sedierende Antidepressiva (Mirtazapin), Antihistaminika (Doxylamin) oder pflanzliche Mittel (Baldrian). Die erste Wahl sollten immer nicht-medikamentöse Maßnahmen sein.

Verschreibungspflichtige Alternativen:

  • Zolpidem: Kürzere HWZ, weniger Hangover
  • Zaleplon: Sehr kurze HWZ (1 Std.)
  • Mirtazapin: Antidepressivum mit Schlafwirkung
  • Trazodon: Off-Label bei Schlafstörungen
  • Melatonin: Bei Älteren und Jetlag

Rezeptfreie Alternativen:

  • Doxylamin: Antihistaminikum (Hoggar Night)
  • Diphenhydramin: Antihistaminikum
  • Baldrian: 450-900mg Extrakt
  • Passionsblume: Beruhigend
  • L-Tryptophan: Vorstufe von Serotonin

Nicht-medikamentöse Therapie (erste Wahl!):

  • Kognitive Verhaltenstherapie: Goldstandard
  • Schlafrestriktion: Bettzeit begrenzen
  • Stimuluskontrolle: Bett nur zum Schlafen
  • Entspannungsverfahren: PMR, Autogenes Training
  • Schlafhygiene: Regelmäßige Zeiten

Wann welche Alternative?

  • Depression + Insomnie: Mirtazapin
  • Kurze Einschlafstörung: Zolpidem
  • Ältere Patienten: Melatonin
  • Leichte Störungen: Pflanzliche Mittel

E-Rezept wird eingelöst