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Lercanidipin: Calciumkanalblocker zur Behandlung von Bluthochdruck

Lercanidipin ist ein selektiver Calciumkanalblocker, der gezielt die Gefäßmuskulatur entspannt und dadurch den Blutdruck senkt. Dank seiner Depotwirkung wirkt es langanhaltend und wird einmal täglich eingenommen.

Wirkungsweise von Lercanidipin

Lercanidipin blockiert selektiv die spannungsabhängigen Calciumkanäle (L-Typ) in den glatten Muskelzellen der Arterienwände, was die Calciumaufnahme in die Zellen verhindert. Dadurch entspannen sich die Gefäße, der periphere Widerstand sinkt und der Blutdruck wird gesenkt.

Aufgrund seiner hohen Lipophilie bildet Lercanidipin ein Depot in Zellmembranen, was zu einer langanhaltenden Wirkung von bis zu 24 Stunden führt. Die volle Wirksamkeit kann nach ca. zwei Wochen regelmäßiger Einnahme erreicht werden.

Anwendung und Dosierung

Lercanidipin wird als Tablette eingenommen, vorzugsweise mindestens 15 Minuten vor Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit. Die Dosierung beträgt meist 10 mg einmal täglich, bei Bedarf kann auf 20 mg erhöht werden.

Wichtiger Hinweis: Während der Behandlung sollten Grapefruit, Pomelo und deren Zubereitungen gemieden werden, da sie die Wirkung verstärken und Nebenwirkungen erhöhen können.

Bei vergessener Einnahme setzen Sie die Therapie zum nächsten geplanten Zeitpunkt fort, ohne die Dosis zu verdoppeln.

Nebenwirkungen

  • Häufig Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Knöchelödeme durch Gefäßerweiterung
  • Gesichts­rötungen und Wärmegefühl
  • Selten: Herzrasen, Magen-Darm-Beschwerden

Treten Schwindel, Schwäche oder Schläfrigkeit auf, sollten Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.

Kontraindikationen

  • Bekannte Allergie gegen Lercanidipin oder Bestandteile
  • Stark eingeschränkte Leberfunktion (mit Vorsicht anwenden)
  • Grapefruit- bzw. Pomelo-Konsum während der Therapie

Lagerung

  • Bei Raumtemperatur lagern, vor Feuchtigkeit und Licht schützen
  • Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren
  • Originalverpackung verwenden

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Wirkung setzt innerhalb kurzer Zeit ein, die volle Blutdrucksenkung wird nach etwa 2 Wochen regelmäßiger Einnahme erreicht.

Grapefruit und ähnliche Früchte können den Abbau von Lercanidipin hemmen, wodurch die Wirkung verstärkt und das Risiko für Nebenwirkungen steigt.

Informieren Sie Ihren Arzt, insbesondere bei ausgeprägtem Schwindel, Schmerzen oder Schwellungen. Für leichte Nebenwirkungen können Anpassungen der Therapie gesprochen werden.

Ja, Lercanidipin wird oft in Kombination mit anderen antihypertensiven Medikamenten angewendet, um eine bessere Kontrolle des Blutdrucks zu erreichen.

Nehmen Sie die Dosis beim nächsten geplanten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie keine doppelte Menge, um eine vergessene Dosis auszugleichen.

Medizinisch geprüft | Stand:

Quellen: Gelbe Liste, NetDoktor, PharmaWiki, Apotheken Umschau, Heumann Fachinformation

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