Produkt wurde hinzugefügt

Jardiance (Empagliflozin): Vollständiger Ratgeber für Patienten

Jardiance ist ein modernes Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, Herzschwäche und chronischer Nierenschwäche, das durch Förderung der Zucker- und Natriumausscheidung über die Nieren wirkt.

Wirkungsweise von Jardiance

Der Wirkstoff Empagliflozin blockiert das SGLT-2-Transportprotein in den Nieren, welches für die Rückresorption von Glukose verantwortlich ist. Durch die Hemmung gelangt mehr Zucker mit dem Urin aus dem Körper, wodurch der Blutzuckerspiegel gesenkt wird.

Zusätzlich bewirkt die verstärkte Ausscheidung von Natrium und Wasser eine leichte Blutdrucksenkung und Entlastung des Herzens und der Nieren. Diese Effekte sind besonders bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Nierenschwäche hilfreich.

Zugelassene Anwendungsgebiete

  • Typ-2-Diabetes mellitus (Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren)
  • Symptomatische chronische Herzinsuffizienz
  • Chronische Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)

Dosierung und Einnahme

Die übliche Anfangsdosis für Jardiance beträgt 10 mg einmal täglich. Bei Bedarf kann die Dosis auf 25 mg täglich erhöht werden, wenn die Blutzuckerkontrolle enger sein muss und die Nierenfunktion ausreichend ist.

Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten zur gleichen Tageszeit eingenommen werden. Sie sollten im Ganzen mit ausreichend Wasser geschluckt werden.

Verpasste Dosen können bis zum nächsten Tag nachgeholt werden, aber keine doppelte Dosis am selben Tag einnehmen.

Häufige Nebenwirkungen

  • Infektionen der Harnwege und Genitalbereich (Pilzinfekte)
  • Volumenmangel mit Schwindel oder Schwäche
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Unterzuckerungen (besonders in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen)
  • Erhöhter Durst
  • Hautausschläge, Juckreiz
  • Verdauungsbeschwerden, Verstopfung

Seltene und schwerwiegende Nebenwirkungen

  • Diabetische Ketoazidose (insbesondere bei Insulinmangel)
  • Schwere Infektionen im Genital- und Leistenbereich
  • Nierenentzündungen und Nierenfunktionsstörungen
Bei ernsten Symptomen wie Atemnot, Fieber, Schmerzen oder unerklärlicher Schwäche unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Wechselwirkungen

Empagliflozin kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zeigen, etwa:

  • Erhöhtes Unterzuckerungsrisiko bei Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen
  • Verstärkter Flüssigkeitsverlust bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika (z.B. Thiazid, Schleifendiuretika)
  • Abgeschwächte Wirkung bei Einnahme von UGT-Induktoren (z.B. Phenytoin, Rifampicin)
  • Erhöhte Lithium-Ausscheidung bei paralleler Einnahme

Informieren Sie Ihren Arzt immer über alle weiteren Medikamente und Präparate, die Sie einnehmen.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Empagliflozin oder Inhaltsstoffe
  • Stark eingeschränkte Nierenfunktion (eGFR unter 30 ml/min/1,73 m²)
  • Diabetische Ketoazidose
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Lagerung von Jardiance

  • Im Kühlschrank bei 2-8 °C lagern, nicht einfrieren
  • Vor Licht und Hitze schützen
  • Geöffnete Packungen können bis zu 8 Wochen bei bis zu 25 °C aufbewahrt werden
  • Restbestände nicht mehr verwenden, wenn Lagerbedingungen nicht eingehalten wurden

Häufig gestellte Fragen zu Jardiance

Jardiance wird bei Typ-2-Diabetes zur Blutzuckersenkung sowie zur Behandlung von Herzinsuffizienz und chronischer Nierenschwäche eingesetzt.

Durch die Ausscheidung von Zucker und Wasser über die Nieren verliert der Körper Energie und Flüssigkeit, was oft zu Gewichtsverlust führt.

Jardiance entlastet das Herz durch Blutdrucksenkung und Reduktion des Blutvolumens und wurde für die Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz zugelassen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Infektionen der Harnwege, vermehrtes Wasserlassen und gelegentlich Schwindel durch Volumenmangel.

Bei starker Niereninsuffizienz, Überempfindlichkeit, diabetischer Ketoazidose sowie in Schwangerschaft und Stillzeit sollte Jardiance nicht angewendet werden.

Medizinisch geprüft | Stand:

Quellen: Fachinformationen der Hersteller, EMA, Gelbe Liste, Apotheken Umschau, PTA Heute, Diabetes-News

E-Rezept wird eingelöst